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Rathaus aktuell

Autor: Gemeindeverwaltung
Artikel vom 28.10.2015

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zu Besuch im Verwaltungsraum Heuberg

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zu Besuch im Verwaltungsraum Heuberg

Frau Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat am Donnerstag, den 22. Oktober 2015 die Gemeinden im Verwaltungsraum Heuberg besucht. Begleitet wurde sie von den Bürgermeistern, Herrn Verbandsbaumeister Hauser, Herrn Verbandskämmerer Sauter und bis zum Besuch in der Schlossbergschule Wehingen von Herrn Landrat Stefan Bär.

Der Verbandsvorsitzende Bürgermeister Bär und Herr Pfarrer Amann begrüßten Frau Regierungspräsidentin in der Bubsheimer Pfarrkirche Jakobus Major. Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden und bürgerlichen Gemeinden im Verwaltungsraum Heuberg sowie die Unterstützung bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen wurde hierbei besonders hervorgehoben. Nicht unerwähnt blieb auch der Hinweis, dass die Großmutter des früheren Bundeskanzlers Kiesinger aus Bubsheim stammte. Erwähnt wurde auch In Egesheim die bis zum 6. Lebensjahr verbrachten Kindheitsjahre von Ministerpräsident Kretschmann und auf das Wirken von Bischof Wilhelm von Reiser als 4. Rottenburger Bischof in der Zeit von 1893 bis 1898 hingewiesen. 

 

Bubsheims Bürgermeister Thomas Leibinger durfte sich freuen: Frau Schäfer stellte in Aussicht, dass die Fördermittel für das Landessanierungsprogramm um zwei Jahre bis Ende 2019 aufgestockt würden. Auch vom Baufortschritt beim Feuerwehrgerätehaus machte sich der Gast aus Freiburg ein Bild. In der Grundschule informierte sie sich über das Ganztagesangebot. Laut Schulleiter Robert Bolsinger nehmen mehr als 80 Prozent der Kinder dieses freiwillige Angebot an drei Wochentagen an.

 

Auf der Fahrt von Bubsheim nach Königsheim wurde auch in Anwesenheit von Herrn Bürgermeister Minder vor Ort über den beantragten Bau eines Kreisverkehrs an der L 438/K5903 zwischen den Gemeinden Böttingen und Bubsheim informiert. Für die Behebung des Unfallschwerpunktes durch den Bau eines Kreisverkehrs wurden Kosten in Höhe von 1.270.000 € veranschlagt. Von Herrn Landrat Stefan Bär wurde darauf hingewiesen, dass das Investitionsprogramm des Kreishaushaltes für 2016 die Finanzierung des verbleibenden Landkreisanteils in Höhe von 158.000 € vorsieht. Regierungspräsidentin Schäfer wird den Landkreis und die Gemeinden in ihren Bemühungen unterstützen.

 

Im Königsheimer Kindergarten wurde die Regierungspräsidentin von singenden Mädchen und Jungen begrüßt.  Leiterin Susanne Nestel stellte das Konzept vor mit flexibler Ganztagesbetreuung, Montessoripädagogik und Hospitation sowie Krippen- und Gruppenbetreuung. Bürgermeister Konstantin Braun dankte für die Unterstützung des Landes bei der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und der Kanalsanierung. Es tue gut, zu sehen, wie Gemeinden durch vom Land geförderte Maßnahmen aufgewertet würden, bemerkte Frau Schäfer als sie sich die Baustelle anschaute für den zentralen Umsteigepunkt mit künftig drei Bushaltestellen. Zum 2016 anstehenden dritten Bauabschnitt der Sanierung der Ortsmitte sagte sie, dass sie davon ausgehen, „dass wir dieses Projekt gemeinsam mit dem Landkreis Tuttlingen bei den Fördermitteln hoch priorisieren.“.

 

In Egesheim informierte Bürgermeister Josef Bär über durchgeführte Maßnahmen im Rahmen der Ortskernsanierung sowie über das zu einem Dorfgemeinschaftshaus um genutzte ehemalige Grundschulgebäude und über den gemeinsamen Kindergartenstandort Egesheim und Grundschulstandort Reichenbach für die Gemeinden Egesheim und Reichenbach. Die Verbandskläranlage bei Egesheim war ein weiteres Ziel. Dass alle Verbandsgemeinden angeschlossen seien, sei eine Besonderheit, meinte der Bürgermeister. Zum Anschluss von Renquishausen meinte Bärbel Schäfer, dass derartige Zentralisierungen „absoluter Schwerpunkt bei der Landesförderung“ seien. „Ich gehe davon aus, dass es Fördermittel gibt“. Von 2016 bis 2020 stehen in der Kläranlage neubau-, Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten mit Gesamtkosten von rund zwei Millionen Euro an. Allein auf die Neuinstallation der zentralen Schaltwarte entfallen etwa 500.000 Euro.

 

In Reichenbach informierte Bürgermeister Josef Bär über das Sanierungsgebiet „Ortsmitte“, über das Bebauungsplangebiet „Bära-Aue“, über die geplante Umgehungsstraße, über den Bau eines Sportplatzes sowie über den Anschluss der Gemeinde an die Erdgasversorgung. Im Sanierungsgebiet sei in Kürze mit dem Erwerb eines leerstehenden, verfallenen Anwesens seitens der Gemeinde zu rechnen. Frau Schäfer freute sich über denn dann möglichen Abriss und die Beseitigung einer Altlast. 

 

In Wehingen wurde das im Auftrag des Gemeindeverwaltungsverbandes Heuberg mit einem Aufwand in Höhe von 1,8 Millionen erweiterte Regenüberlaufbecken besichtigt. Beeindruckt zeigte sich die Regierungspräsidentin von dem von einer Industriebrache um genutzten Vereins-, Jugend- und Gründerzentrum in der Wörthstraße und von der auf dem Nachbargrundstück im Bau befindlichen Festhalle. Um Unterstützung  für die geplante Antragstellung auf Aufnahme des Gebietes „Ortsmitte“ in ein städtebauliches Erneuerungsprogramm wurde von Bgm. Bär gebeten. Von Frau Schäfer wurde es sehr begrüßt, dass die Gemeinde aus städtebaulichen Gründen und zur Förderung der Innenentwicklung, Verbrauchs- und Discountmärkte nur in der Ortslage zugelassen hat. 

 

Nach der Begrüßung durch Herrn Rektor Stehle und erfrischenden Liedbeiträgen der Klassen 2 a und b wurde gemeinsam mit Schülern ein sehr schmackhaftes Mittagessen eingenommen. In der Schlossbergschule wird von einem beauftragten Caterer das Essen frisch zubereitet und sehr gut angenommen. Von Herrn Rektor Stehle und von Bürgermeister Bär wurde auf die bisherige erfolgreiche Arbeit der Werkrealschulen und auch im Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen auf den dringend erforderlichen Fortbestand hingewiesen.

 

Die Gemeinde Deilingen kann mit einer Verlängerung des Bewilligungszeitraumes für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte“ bis 31.12.2018 und mit der Unterstützung der Regierungspräsidentin für die Bewilligung der beantragten Fachförderung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses rechnen. Aus Mitteln des Sanierungsprogrammes wird auch die Modernisierung und Sanierung des Rathausgebäudes gefördert. Bürgermeister Albin Ragg nahm dies erfreut zur Kenntnis.

 

Ein neu erstelltes Hinweisschild auf das Verbandsgebäude des GVV Heuberg wurde aus Anlass des Besuches übergeben. Für die Anlegung einer 400-m-Bahn und für die Umnutzung des Tennenplatzes des Bildungszentrums Gosheim-Wehingen in einen Kunstrasenplatz konnten Sportfördermittel des Landes in Höhe von 186.000 € eingesetzt werden. Bürgermeister Haller und Bürgermeister Bär bedankten sich für die Schulträgergemeinden für diese Unterstützung. Frau Schulleiterin Jäger, der stellvertretende Schulleiter Herr Kasprazak und Herr Studiendirektor Prinz informierten über die Arbeit des Gymnasiums sowie Herr Rektor Jäger und Frau Konrektorin Glaser über die Arbeit der Realschule und die gestiegenen Anforderungen aufgrund von Änderung von Bildungsplänen etc.. Derzeit besuchen rd. 1.100 Schüler aus 14 Gemeinden das Bildungszentrum Gosheim-Wehingen. Bzgl. Der  aus Sicht des Schulverbandes vorliegenden Ungleichbehandlungen bei der Gewährung von Sachkostenbeiträgen (Realschule 651,00 € pro Schüler/Jahr, Gymnasium 680,00 €, Gemeinschaftsschule 1.312,00 €) wurde von Frau Schäfer auf vorgesehene Änderungen hingewiesen.

 

In Gosheim informierte Bürgermeister Bernd Haller über öffentliche Einrichtungen, über die sanierte Jurahalle, über Maßnahmen im Sanierungsgebiet, über die Bereitstellung eines Grundstücks für eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und über den kurz vor dem Abschluss stehenden Neubau einer Tagesbetreuungseinrichtung für Demenzkranke der Sozialstation Spaichingen-Heuberg. Vom Vorsitzenden der Sozialstation, Bürgermeister Ragg wurde auf eine großzügige Spende und auf die noch in diesem Jahr geplanten Aufnahme der Tagesbetreuung hingewiesen.

 

Bereits auf der Fahrt von Gosheim nach Denkingen konnte sich Frau Regierungspräsidentin Schäfer aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens über die dringend notwendige Erweiterung der Landesstraße auf einer Teilstrecke um eine 3. Fahrspur überzeugen. Die Aufnahme dieser Ausbaumaßnahme in den Generalverkehrsplan genießt hohe Priorität. Im Verwaltungsraum Heuberg werden über 7.000 Arbeitsplätze angeboten. Tagtäglich pendeln über 3.500 Arbeitnehmer in den Verwaltungsraum ein. Von Frau Regierungspräsidentin Schäfer wurde anerkannt, dass neben der Innenentwicklung die Gemeinden im Verwaltungsraum Heuberg aufgrund dieser besonderen Situation auch künftig auf die Ausweisung von Wohnbau- und Gewerbeflächen angewiesen sind.